Worum es geht

Seit 01.05.2008 ist das „Koordinierungsbüro Saarbrücken (KoSa)“ am Start. Das Projekt hat zum Ziel, Jugendlichen ineffektive Zeiten zwischen der Beendigung der Schule und dem Beginn der Ausbildung zu ersparen und Ausbildungslosigkeit so weit wie möglich auszuschließen.

Der Einstieg ins Berufsleben ist für viele Jugendliche zu einer „Ochsentour“ geworden. 30 Monate nach dem Ende der Pflichtschulzeit hat knapp die Hälfte der Schulabgänger/innen mit Hauptschulniveau noch keine Berufsausbildung begonnen. Stattdessen durchlaufen die Jugendlichen diverse, mehr oder weniger qualifizierende „Warteschleifen“, die eine Vielzahl von Institutionen in unterschiedlicher Zuständigkeit für sie bereit hält.

KoSa soll strukturell Licht in den „Zuständigkeitswirrwarr“ bringen: Durch die Entwicklung eines nachhaltigen Netzwerks auf regionaler Ebene soll es gelingen, alle wesentlichen am Übergang Schule-Beruf beteiligten Akteure in institutionalisierter Form an einen Tisch zu bringen, um ein passgenaues Angebot der Beratung und Vermittlung von Jugendlichen mit Förderbedarf abzustimmen. Das Übergangssystem Schule-Beruf wird so für alle Beteiligten grundsätzlich transparenter; Parallelstrukturen können abgebaut, fehlende Förderbausteine identifiziert, Synergien genutzt und die Qualität des Übergangs insgesamt gesteigert werden. Der besondere Fokus liegt auf einem schlüssigen Angebot für Jugendliche mit Migrationshintergrund und für junge Frauen beziehungsweise junge Mütter.

KoSa ist eines von bundesweit 27 Projekten der Förderinitiative 1 „Regionales Übergangsmanagement“ des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit einer Laufzeit von 4 Jahren und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Deutschland gefördert.

KoSa ist dem Fachbereich „Schulen und Bildung“ des Regionalverbandes Saarbrücken und dort dem Gebäude- und Betriebsmanagement Schulen (GBS) zugeordnet. An der Umsetzung sind im Rahmen von Gremienarbeit seitens des Regionalverbandes darüber hinaus das Jugendamt, die ARGE Saarbrücken, der Schulpsychologische Dienst sowie die Volkshochschule Saarbrücken beteiligt.

Informationen zum Bundesprogramm